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Bonifatius-Route

Bonifatius

Auf den Spuren von Bonifatius

Seit Jahrhunderten schöpfen Menschen beim Wandern und Pilgern Lebenskraft und Muße, um zu sich selbst zu finden und Gott näher zu sein. Diese Form der Entspannung wird in der heutigen, schnelllebigen Zeit immer beliebter.

 

Die Empfindung, sich wieder in der dem Menschen eigenen Geschwindigkeit zu bewegen, schärft die Wahrnehmungsfähigkeiten für die vielfältigen Schönheiten der Natur und Landschaft am Wegesrand. Geräusche und Gerüche der Natur werden wieder bewusst wahrgenommen - Erfahrungen, die bis in den Alltag hinein wirken. Ob alleine unterwegs oder in der Gruppe - Wandern ist Kontakt fördernd und lässt sich in jedem Lebensalter praktizieren.

 

Seit Sommer 2004 besteht ein neuer Wander- und Pilgerweg, die Bonifatius-Route. Sie folgt den Spuren des Trauerzuges, der im Jahr 754 unter großer Anteilnahme der Bevölkerung den Leichnam des Missionars und Kirchenreformers Bonifatius von Mainz zu seiner letzten Ruhestätte nach Fulda brachte.

 

Eine exakte Streckenrekonstruktion des historischen Leichenzuges ist trotz intensiver, lokaler Forschungen nicht möglich, denn die schriftliche Überlieferung aus dem frühen Mittelalter ist in diesem Punkt zu spärlich. Aus praktischen Überlegungen ist jedoch anzunehmen, dass die Prozession über noch intakte alte römische Straßen und seit vorgeschichtlicher Zeit begangene Pfade führte.

 

Die ca. 180 km lange neue Route verläuft daher in einem „Korridor“, der die antiken Verkehrswege berücksichtigt und damit dem historischen Weg sicher nahe kommt. Im Vordergrund stehen dabei neben dem kulturgeschichtlichen und geistlichen Umfeld eine interessante naturräumliche Streckenführung sowie die touristische Infrastruktur und so lassen sich nach dem Vorbild klassischer Pilgerwege Unterwegssein und Innehalten, Wandern und Naturerlebnis mit den Zeugnissen einer in Jahrhunderten gewachsenen Kulturlandschaft verbinden.

 

Sanft geschwungene Weinberge, weite Ebenen im Wechsel mit waldreichen Mittelgebirgen und verwinkelten Tälern, aber auch die artenreiche Flora und Fauna bieten dem Wanderer auf der Bonifatius-Route eine abwechslungsreiche Szenerie. Beschauliche Klöster, alte Feldkapellen, Wegekreuze und Bildstöcke sowie romantische Dorfkirchen begleiten den Pilgernden als steinerne Zeugen der christlichen Kultur.

 

Eindrucksvolle Baudenkmäler von der Romanik über die Gotik bis zum Barock künden von der bewegten und reichen Geschichte der Landschaften an der Route und so erschließen sich landesgeschichtliche Zusammenhänge im Vorübergehen. Museen, Galerien und Ateliers eröffnen Einblicke in altes und zeitgenössisches Kunstschaffen.

 

Die Wegmarkierung der Route erfolgt durch kleine Schilder, die das Logo des Vereins Bonifatius-Route e.V. zeigen. An besonders interessanten Stellen verweisen zusätzliche Informationstafeln auf Sehenswürdigkeiten.

 

Viele Orte entlang der Route sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und bieten Übernachtungsmöglichkeiten. So lassen sich bequeme Tagesetappen planen oder bei gemütlichen Spaziergängen erste Eindrücke sammeln.

 

Die Wegstrecke ist für Einzelwanderer ebenso geeignet wie für Gruppen, die von gastfreundlichen Wirtsleuten mit kulinarischen Spezialitäten der Regionen verwöhnt werden Gerne wird in Kirchen, Gaststätten, Unterkünften und Läden der Ausweis des Vereins Bonifatius-Route e.V. mit verschiedenen Motiven gestempelt, die den Wanderer am Ende des Weges noch lange daran erinnern, dass die Bonifatius-Route mehr ist, als die Summe ihrer Etappen.

 

Sie bietet nicht nur aktiven Kontakt mit der Natur und der Landschaft. Sie fordert heraus, Neues zu entdecken und von Altem zu lernen